Sind Ihre Muttermale in Ordnung?

Kleine Anleitung zur Selbstinspektion der Haut

EUSKIRCHEN/BRÜSSEL – Pigmentflecken auf der Haut sind ganz normal. Jeder hat sie und sie gehören zum Älterwerden dazu. Jedoch ist eines wichtig zu wissen: Sie könnten sich als bösartig erweisen. Untersuchen Sie also regelmäßig Ihre Haut. Wenn Sie Zweifel haben, ob mit einem Pigmentfleck etwas nicht stimmt, dann gehen Sie zum Hautarzt!





Worauf sollten Sie achten?

Untersuchen Sie einmal im Monat Ihre Haut und die Ihrer Familie und achten Sie besonders auf Pigmentflecken, ...
 
  • - die eine veränderte Größe, Farbe und/ oder Form haben,
  • - die anders aussehen, als die restlichen Pigmentflecken,
  • - die asymmetrisch sind,
  • - die sich rau und uneben anfühlen,
  • - die mehrfarbig sind,
  • - die einen Durchmesser von mehr als 5 mm haben,
  • - die jucken,
  • - die bluten oder nässen,
  • - die schimmern,
  • - die aussehen wie eine Wunde, aber nicht abheilen.
 
 
Wer ist gefährdet?

Hautkrebs kommt am häufigsten bei Menschen vor, die über 50 Jahre alt sind oder die einer dauerhaften oder starken Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind.

Besonders gefährdet sind Sie, ...
  • ...wenn Sie eine besonders helle Haut haben.
  • ...wenn Sie schnell einen Sonnenbrand bekommen.
  • ...wenn Sie Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend hatten.
  • ...wenn Sie viel Zeit in der Sonne verbringen z.B. in Ihrer Freizeit oder während der Arbeit.
  • ...wenn Sie sich immer wieder kurzzeitig einer starken Sonnenbestrahlung aussetzen, wie in den Ferien.
  • ...wenn Sie auf die Sonnenbank gehen.
  • ...wenn Sie mehr als 50 Pigmentmale am Körper haben.
  • ...wenn Hautkrebs in der Familie liegt.
  • ...wenn Sie über 50 Jahre alt sind.
  • ...nach einer Organtransplantation.

Bitte beachten Sie: Auch, wenn Sie nicht besonders gefährdet sind, könnten Sie Hautkrebs haben. Untersuchen Sie also regelmäßig Ihre Haut.


Was also ist zu tun?

Haben Sie einen Pigmentfleck, der Ihnen suspekt vorkommt? Sind Sie sich nicht sicher, ob er möglicherweise bösartig ist? Damit Sie sich sicher fühlen, gehen Sie zum Hautarzt und lassen Sie sich untersuchen.

Und denken Sie daran: Beim kleinsten Anzeichen, dass etwas nicht stimmen könnte, gehen Sie bitte zum Dermatologen

Lernen Sie Ihre Haut kennen.

Machen Sie es sich zur Gewohnheit und untersuchen Sie einmal im Monat Ihre Haut. Nicht alle verdächtigen Pigmentflecken sind an sonnenexponierten Stellen oder an Hautstellen, die gut einsehbar sind.

Deshalb: Machen Sie eine Ganzkörperuntersuchung, Vorder- und Rückseite und am  besten vor einem mannshohen Spiegel.

  • Schauen Sie Ihr Gesicht an, auch Nase, Lippen, Mund und Ohren (auch dahinter).
  • Untersuchen Sie die Kopfhaut und nutzen Sie dafür einen Kamm, um ihr Haar zu teilen. 
  • Schauen Sie Ihre Hände an, Handinnenflächen, Handrücken und zwischen den Fingern.
  • Beugen Sie Ihren Ellbogen und checken Sie Ihre Oberarme und die Achselhöhlen.
  • Dann: Untersuchen Sie den Hals, den Oberkörper und die Brust. 
  • Nutzen Sie einen Handspiegel, um auch hinten den Hals und den Rücken abzusuchen.
  • Überprüfen Sie mit einem Spiegel den Po und die Rückseite der Beine – oder bitten Sie Ihren Partner. Schauen Sie auch zwischen die Zehen und unter die Fußsohlen.


Hautkrebs vorbeugen – Wie geht das?

Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand, wenn Sie in der Sonne sind und reduzieren Sie damit das Risiko, Hautkrebs zu entwickeln.

Hautärztinnen und Hautärzte raten

  • Schützen Sie Kinder so gut es geht vor der Sonne (Hut, T-Shirt, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor).
  • Gehen Sie in den Schatten und vermeiden Sie direkte Sonne, wenn Sie am stärksten scheint (zwischen 12 und 16 Uhr).
  • Schützen Sie Ihre Haut und Ihre Augen (Hut, T-Shirt, Hemd, Sonnenbrille).
  • Gewöhnen Sie Ihre Haut nach und nach an die Sonne.
  • Vermeiden Sie Sonnenbrand!
  • Cremen Sie sich alle 2 Stunden mit Sonnenmilch ein (hoher Lichtschutzfaktor).
  • Gehen Sie nicht auf die Sonnenbank.
  • Ist Ihre Haut nach einem Aufenthalt in der Sonne gerötet, heißt das, dass Sie einen Sonnenbrand haben. Er ist besonders schlimm, wenn die Haut auch nach zwei Tagen noch schmerzt oder sogar Brandblasen hat.