Das Maligne Melanom der Haut und andere Hauttumoren

Zahlen, Daten, Fakten

SAARBRÜCKEN/BERLIN – Die Krebsregister in der Bundesrepublik sammeln Daten zur Häufigkeit von Hautkrebs. Erfasst werden das maligne Melanom ("Schwarzer Hautkrebs"), sowie die Basal- und Spinalzellkarzinome. Die Systematik ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen vorgegeben. Grundlage der Statistik sind die Meldungen der behandelnden Ärzte.


Im Jahr 2014 erkrankten in Deutschland etwa 21.200 Personen, darunter etwa gleich viele Frauen wie Män­ner, am malignen Melanom der Haut. Das mittlere Erkrankungsalter der Frauen ist mit 60 Jahren ver­gleichsweise niedrig. Männer erkranken im Mittel sieben Jahre später. 
Langfristig hat sich die Zahl der Neuerkrankungen bei beiden Geschlechtern seit den 1970er Jahren mehr als verfünffacht. Die Sterberaten haben dage­gen im gleichen Zeitraum nur bei den Männern leicht zugenommen. 
 Nach Angaben des für die Gesundheitsberichterstattung in Deutschland zuständigen Robert-Koch-Instituts in Berlin erkrankten zuletzt je 100.000 Bundesbürger 328 jährlich neu an Hautkrebs, 290 von ihnen an „weißem“ Hautkrebs, die übrigen 38 an einem malignen Melanom. Das Hautkrebsrisiko wächst mit steigendem Lebensalter, gleichzeitig ist zu beobachten, dass auch bei immer mehr junge Menschen Hautkrebs festgestellt wird, so die Techniker Krankenkasse auf Ihrer Website.
 
 
 
Nicht-melanotischer „weißer“ Hautkrebs 
 
Basaliome und Plattenepithel­karzinome stellen die weit überwiegende Zahl der Formen des hellen Hautkrebs dar. Beide treten vor allem im höheren Lebensal­ter auf. 
Das mittlere Erkrankungsalter an Malignem Melanom liegt bei vergleichsweise niedrigen 61 Jahren bei Männern und bei etwa 59 Jahren für Frauen. Relevante Erkrankungsraten sind bereits ab dem 20. Lebensjahr zu beobachten.
 
 
Risikofaktoren
 
Zu den wichtigsten innerlichen Risikofaktoren für ein malignes Melanom gehört die Anzahl an Pigmentma­len (Muttermale, „Leberflecken“). Maligne Me­lanome treten bei Menschen mit hellem Hauttyp eher auf als bei Menschen mit dunklerem Hauttyp. Sind Ver­wandte ersten Grades an einem malignen Melanom erkrankt, kann dies auf Genmuta­tionen hinweisen. Abhängig von der Mutation kann das Risiko für ein malignes Melanom unterschiedlich stark erhöht sein. Auch wer selbst schon ein­ mal an einem Melanom erkrankt war, hat ein höheres Risiko, ein weiteres Melanom zu bekommen. 
Wichtigster äußerer Risikofaktor ist die ultravio­lette (UV­)Strahlung. Dies gilt sowohl für die natürli­che Strahlung durch die Sonne als auch für künstliche UV­-Strahlung zum Beispiel im Solarium. Vor allem die Sonnenexposition in der Jugend und Kindheit und die in Sommerurlauben typisch sogenannte wechselnde, sogenannte intermittierende, Sonnenbelastung erhöhen das Risiko. 
 
 
Schutz durch Hautkrüherkennung
 
Im Rahmen des gesetzlich geregelten Krebsfrühken­nungsprogramms haben Männer und Frauen in Deutschland ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautuntersuchung durch einen Arzt mit entspre­chender Fortbildung (u. a. Dermatologen, Hausärzte). 
Die Häufigkeit der Diagnose „Malignes Melanom der Haut” ist in den letzten drei Jahrzehnten deutlich angestiegen. Seit den 1970er Jahren haben sich die Erkrankungsraten um ein Vielfaches erhöht. Im Gegensatz dazu ist bei der Sterblichkeit seit den 1970er Jahren nur ein verhältnismäßig geringer Anstieg zu beobachten.
Sowohl die erhöhte Aufklärung der Bevölkerung als auch die Sensibilisierung der Ärzteschaft könnten die Ursache dafür sein, dass in den letzten Jahren Maligne Melanome in prognostisch günstigeren Stadien häufiger diagnostiziert wurden. Durch die Lokalisation auf der Körperoberfläche ist das Maligne Melanom der Haut besonders für eine frühzeitige Diagnosestellung geeignet.
 
 
Risikofaktoren und Prognose
 
Aktuell liegen für Frauen mit ma­lignem Melanom der Haut in Deutschland die rela­tiven 5­-Jahres-­Überlebensraten bei 94 %, für Männer bei 91 %. Zwei Drittel aller Melanome werden in einem noch frühen Tumorstadium entdeckt (T1), ein Rückgang fortgeschrittener Tumorstadien ist bis 2014 noch nicht erkennbar. 
Wichtigster Risikofaktor bei „weißem Hautkrebs“ – Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen – ist die langfristige Einwirkung des ultravioletten Anteils der Sonnenstrahlung,. Da her sind diese beiden Formen des Hautkrebs vor allem im Gesicht bzw. am Kopf und Hals lokalisiert.
Das Basaliom metastasiert nur in sehr seltenen Ausnahmefällen und verläuft daher in aller Regel nicht lebensbedrohlich. Es kann aber zerstörerisch in die Umgebung wachsen und damit bei ungünstiger Lokalisation die Lebensqualität erheblich beeinträch­tigen. Die relative Überlebensrate von über 100% beim Basaliom erklärt sich wahrscheinlich dadurch, dass verdächtige Hautveränderungen gerade im hö­heren Alter eher bei ansonsten gesunden Personen abgeklärt werden. 
Beim Plattenepithelkarzinom kommen Metasta­sen etwas häufiger vor, die Prognose ist dennoch im Allgemeinen gut. Eine erworbene Immunschwäche bzw. Immunsupression durch Medikamente, z. B. nach Transplantation, kann das Auftreten dieses Tumors begünstigen. 
 
 
 

Weblink

>>Erkennen Sie Hautkrebs, wenn Sie ihn sehen? Mehr zu den verschiedenen Formen des Hautkrebs finden Sie im Internet auf dem Portal des UV-Check..